| Bundesfreiwilligendienst |
| Geschrieben von: Angelika Reichmuth |
Senioren im BundesfreiwilligendienstDer Bundesfreiwilligendienst wurde am 1. Juli 2011 eingeführt und ersetzt – zumindest in weiten Teilen - den mit Ende der Wehrpflicht ebenfalls ausgelaufenen Zivildienst. Bisher haben sich knapp 27 000 Menschen in Deutschland dafür entschieden, etwa ein Fünftel ist älter als 27 Jahre. Da der Bundesfreiwilligendienst, anders als etwa das Freiwillige Soziale Jahr, an keine Altersgrenze gebunden ist, befinden sich in dieser Altersgruppe auch viele rüstige Senioren. Der Bundesfreiwilligendienst ist – wie der Name schon sagt – anders als der Zivildienst kein Pflichtdienst. Bei den Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen arbeiteten zuletzt durchschnittlich 90 000 Zivildienstleistende, allerdings in der Regel nur für ein halbes Jahr. Für sie wird nun nach Ersatz gesucht. Der Bundesfreiwilligendienst dauert normalerweise ein Jahr, er kann aber auch auf zwei Jahre verlängert oder auf ein halbes Jahr verkürzt werden. Teilnehmer, die älter als 27 Jahre sind, können den Dienst auch in Teilzeit von mehr als 20 Stunden pro Woche absolvieren. Die Freiwilligen erhalten für ihre Arbeit in Krankenhäusern, Behindertenheimen, aber auch Bildungs-, Sport- oder Kultureinrichtungen ein Taschengeld von bis zu 330 Euro. Für manchen Arbeitslosen, der kein Leistungsempfänger ist, attraktiv: Die Träger zahlen auch die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (einschließlich des Arbeitnehmeranteils).
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